Radtourismus nachhaltig fördern

Zülpicher FDP möchte rund um die Römerstadt eine Burgenroute einrichten

Zülpich (tor). Die Landesgartenschau hat noch gar nicht begonnen, da beschäftigen sich die ersten Menschen schon mit dem, was nach dem Großereignis im Jahr 2014 sein könnte. "Die Landesgartenschau lockt für sechs Monate Tagesgäste in die Stadt. Wenn der Tagestourismus nachhaltig gesichert werden soll, müssen zusätzliche touristische Produkte mit dem Start der Landesgartenschau vorhanden sein", sagt Karl Teichmann, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Zülpicher Stadtrat. 

Die Liberalen haben dabei insbesondere die Intensivierung des Fahrradtourismus im Auge. Dieser verzeichnet bereits seit Jahren bemerkenswerte Umsätze und Zuwachsraten. Laut einer Studie des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) verbringen mehr als 45 Prozent der Deutschen einen Teil ihrer Freizeit mit Radfahren. 38 Prozent wollen zukünftig mehr Fahrrad fahren. "Das Zülpicher Voreifelland mit seinen vielen geschichtlichen Sehenswürdigkeiten bietet sich in idealer Weise für eine radtouristische Entwicklung an", sagt Teichmann. Dies gelte umso mehr als mit der vorhanden überörtlichen "Wasserburgenroute", dem "Neffeltalradweg" und der zukünftigen "Agrippastraße" Verknüpfungspunkte vorliegen, die es zu nutzen gelte.

Aus diesem Grund wird die FDP im nächsten Stadtentwicklungsausschuss einen Antrag auf Einrichtung einer "Zülpicher Burgenroute" stellen, mit der die vielen Sehenswürdigkeiten der Römerstadt für Radtouristen erschlossen werden soll. Einen Streckenvorschlag haben die Liberalen auch schon ausgearbeitet. Auf dem 46 Kilometer langen Rundkurs würden die Pedalritter etliche Sehenswürdigkeiten der Stadt und ihrer Ortsteile passieren.

Um die Burgenroute zu realisieren, müsste die Strecke entsprechend ausgeschildert und an den Sehenswürdigkeiten Infotafeln installiert werden. Die Vermarktung könnte die Nordeifel Tourismus GmbH (NET) übernehmen. Auch die Kosten für das Projekt, so schwebt es den Liberalen vor, sollten über die NET abgewickelt werden.

Wichtig ist, dass die Burgenroute bald in Angriff genommen wird, damit sie spätestens zur Landesgartenschau im Jahr 2014 auch befahrbar ist. Denn, so Karl Teichmann, "der Zielzeitpunkt des Projektes sollte vor der Landesgartenschau liegen, damit Synergieeffekte über die Besucher erzielt werden können."

Letzte Änderung: Montag, 28.11.2011 09:34 Uhr

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