Münstereifeler helfen Münstereifelern

Die neu gegründete Bürgerstiftung der Kurstadt nimmt ihre Arbeit auf

Bad Münstereifel (tor). Im Juli des vorigen Jahres kam bei Bürgermeister Alexander Büttner einen kleiner Personenkreis zusammen, um über die Gründung einer Bürgerstiftung in Bad Münstereifel nachzudenken. Nun, gut ein Jahr später, hat die "Bürgerstiftung Bad Münstereifel" ihre Arbeit aufgenommen, und deren Vorstand hat seine Pläne und Ziele nun im Beisein der Medien vorgestellt.

Den Vorsitz der Bürgerstiftung hat Peter Greven übernommen. Als dem Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens dieser Posten angeboten, hat er nicht lange überlegen müssen. "Unser Unternehmen besteht seit mehr als 80 Jahren an diesem Ort. Ich fühle mich der Stadt und der Region sehr verbunden", sagt Greven. Zusammen mit Bodo Kerstin, der bis vor einem Jahr als Geschäftsführer des Seniorenzentrums "Otterbach" tätig war und Bürgermeister Alexander Büttner bildet er den Vorstand der Stiftung. Greven und Kerstin sind gewählte Vorstandsmitglieder, Büttner hingegen gehört dem Vorstand als Bürgermeister laut Satzung an.

"Eine Verlagerung von städtischen Aufgaben, weil die Stadt kein Geld hat, soll es aber nicht geben", stellt Peter Greven klar. Die Stiftung werde unabhängig von den Zielen und Zwängen der Stadt arbeiten, "denn auch wir können nicht sämtliche Probleme der Stadt lösen." Greven erklärte aber auch, dass es zwangsläufig zu Überschneidungen kommen werde.

Die Bürgerstiftung Bad Münstereifel hat sich ein sehr breites Betätigungsfeld ausgesucht. In Zusammenarbeit mit dem Stiftungskuratorium, dem aktuell zehn bekannte und einflussreiche Bürgerinnen und Bürger der Kurstadt angehören, wurde eine Themenliste mit potenziellen Projekten erarbeitet. Diese decken die Bereiche Bildung, Soziales, Kinder- und Jugendhilfe, ÖPNV, Kultur, Ehrenamt, Denkmalschutz, Sauberkeit und Identifikation ab. Die Beteiligten können sich etwa die Unterstützung von Menschen und Familien in Notlagen, zum Beispiel nach einem Wohnungsbrand oder Unwetterschaden, ebenso vorstellen, wie die Förderung eines Disco-/Kino-Busses für Jugendliche. Die Bezuschussung der Bühnentechnik in der Konviktkapelle ist ebenso auf der Themenliste zu finden, wie die Einrichtung einer Freiwilligenbörse für ehrenamtliche Arbeit. "Wir möchten die Begeisterung der Bürger wecken, sich für die Stadt zu engagieren", sagt Peter Greven.

Dank der großzügigen Unterstützung von elf Firmen und doppelt so vielen Privatpersonen, konnte die Bürgerstiftung mit 64 500 Euro ein durchaus beachtliches Startkapital zusammentragen. "Wir konnten in einer unverschämt kurzen Zeit mehr als das nötige Kapital zusammentragen, das zur Gründung einer Stiftung notwendig ist", sagt Bodo Kerstin. "Damit lässt sich jedoch noch nicht viel bewegen", stellt sein Vorstandskollege Peter Greven klar und verweist darauf, dass eine Stiftung lediglich die Zinserträge ihre Kapitals und Spenden wieder ausgeben darf.

Umso wichtiger sei es, noch mehr Menschen für die kurstädtische Bürgerstiftung zu gewinnen, denn, so Bodo Kerstin, "wir möchten die Stiftung zu einer Erfolgsgeschichte machen." Neben finanziellen Zuwendungen in Form von Spenden oder Zuwendungen zur Erhöhung des Stiftungskapitals sei aber auch jedes anderweitige Engagement, zum Beispiel in Form von Zeit, möglich und wünschenswert.

Das Logo der "Bürgerstiftung Bad Münstereifel" setzt sich aus den geographischen Umrissen des gesamten Stadtgebietes sowie dem Namen zusammen. Damit soll dokumentiert werden, dass sich die Arbeit der Stiftung nicht nur auf die Kernstadt beschränken soll und wird. "Es ist eine Stiftung", sagt Bürgermeister Alexander Büttner, "für alle Bürgerinnen und Bürger, egal wo sie wohnen in Bad Münstereifel."

Letzte Änderung: Montag, 12.09.2011 08:32 Uhr

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