Vom Bleiberg zur Landesgartenschau

Neue Radwege von Mechernich zum Zülpicher See kann man nun gefahrlos befahren

Zülpich/Mechernich (pp). Wovon viele Autofahrer träumen, nämlich vom "Lückenschluss" der A1 zwischen Blankenheim und Rheinland-Pfalz, das ist für alle Radfahrer aus den Stadtgebieten Zülpich und Mechernich nun Wirklichkeit geworden: - der "Lückenschluss" im Radwegenetz zwischen Mechernich und Zülpich.

"Das geschah auch im Hinblick auf die Landesgartenschau 2014 in Zülpich", bestätigt Markus Michels, zuständiger Planer beim Landesbetrieb Straßenbau NRW in Euskirchen. Erleichtert wurden die Planungen auch durch das Flurbereinigungsverfahren Schwerfen, weil man im Tauschverfahren die notwendigen Flächen für den Ausbau des Radwegenetzes bekommen konnte. In drei Teilstücken wurden knapp 2000 Meter ausgebaut.

Bislang konnte man aus Richtung Kalenberg über Strempt und am Mühlenpark entlang über Radwege bis Kommern fahren, auch von Mechernich nach Kommern sowie von Obergartzem/Firmenich über Schaven nach Kommern. Von dort gab es den Radweg bis Gehn, der vor Jahresfrist weiter ausgebaut wurde bis zum Feldkreuz auf der Anhöhe vor Schwerfen.

Dann war Schluss, und die Radfahrer mussten zwangsläufig auf die nicht ungefährliche B 477 wechseln, wobei der Kreisverkehr bei Schwerfen ein besonderer Gefahrenpunkt war. Das hat sich nun grundlegend geändert. "In den weiteren Ausbau zwischen dem Wegekreuz und der Ortschaft Floren haben wir 457.000 Euro investiert", weiß Bernd Aulmann vom zuständigen Straßenbauamt in Euskirchen.

Um speziell den Gefahrenpunkt Kreisverkehr bei Schwerfen auszuklammern, so Planer Michels, sei man hinter dem Wegekreuz von der B 477 nach links durch einen abschüssigen Hohlweg Richtung Ortschaft Schwerfen abgeschwenkt. Dort wurde ein Teilbereich in der Mitte gepflastert, beidseitig daneben mit Schotter gebaut, so dass dort auch landwirtschaftliche Fahrzeuge fahren können.

Der Radweg wird innerörtlich durch Schwerfen weitergeführt, am Ortsende ist Richtung Sinzenich ein neuer Radweg parallel zur Bundesstraße angelegt. Am Ortseingang Sinzenich wird es eine Querung zur rechten Straßenseite geben. "Wir hätten durch Sinzenich gern einen speziellen Angebotsstreifen für Radfahrer angelegt, aber dafür war zu wenig Platz da", erklärt Planer Michels, "wir hätten 1,25 Meter für den Streifen gebraucht." Also nutzen Radfahrer durch den Ort die Straße und können am Ortsausgang mittels Querung wieder nach links auf ein weiteres neues Teilstück des Radweges und dann gefahrlos bis Floren strampeln.

Kurz vor Floren ist dann Schluss mit dem Ausbau. Man muss für rund 100 Meter auf die Bundesstraße und kann unmittelbar am Ortsausgang Floren nach rechts auf einen asphaltierten Wirtschaftsweg, der direkt zum Zülpicher See führt. Wer möchte, kann eine Runde um den See drehen oder über Wirtschaftswege in das Stadtzentrum von Zülpich fahren.

Die Strecke von Mechernich zum Zülpicher See ist etwa 13 Kilometer lang. Bis auf den Hohlweg zwischen Gehn und Schwerfen gibt es keine Steigungen. Die Arbeiten an der Ausbaustrecke sind im Endstadium, denn die Streckenführung (insbesondere durch Schwerfen) muss noch beschildert werden.

Radfahrer aus der Gegend Satzvey-Obergartzem-Firmenich können dank der Flurbereinigung Schwerfen noch einen weiteren neuen Weg nutzen: Von der Kreissparkasse in Firmenich aus über den Grenzweg über die B 266 geht es bis zur alten Römerstraße, ab dort gibt es einen neuen Weg, der über die Landstraße zwischen Enzen und Schwerfen hinweg führt, am Modellflugplatz vorbei bis zur Sinzenicher Kapelle. Von dort kann man dann den neuen Radweg Sinzenich-Floren nutzen oder aber über Linzenich direkt zum Zülpicher See fahren. Die Streckenlänge beträgt rund zehn Kilometer.

Foto: RG/ProfiPress
Von Sinzenich kommend endet der Radweg kurz vor Floren, hinter Floren führt ein Wirtschaftsweg direkt zum Zülpicher See.
Letzte Änderung: Donnerstag, 21.07.2011 14:52 Uhr

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